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April 2012

15 Einträge

Apr 30, 2012
#pic
Warum?

Wegen der Hitze.

Apr 28, 2012
Apr 27, 2012
Apr 27, 2012
Mehr Smudos

Der Deutsche Computerspielepreis 2012 ist verliehen worden, und es gab zwei große Aufreger.

Erstens, dass noch während der Preisverleihung alle Preisträger im Netz nachzulesen waren. Warum? Die Veranstaltung hatte etwas später als geplant begonnen, aber die Pressemitteilung hatte das nicht gekümmert. Sie drängte sich mit der gewohnten Berliner Ruppigkeit in die journalistischen Maileingänge und verbreitete sich wie Schnupfen. Ein Missgeschick, kein Drama.

Schwerer wiegt die Diskussion um die Nominierung (und den Sieg) von “Crysis 2” als bestes deutsches Spiel. Die Preisverleihung selbst war professionell und unterhaltsam. Gute Moderatoren, exzellente Musik. Der Anfang allerdings war mehr als holprig. Staatsminister Bernd Neumann kommt auf die Bühne und mosert erstmal die Regie an, dass er nicht am Pult an der Vorderseite der Bühne stehen möchte und verlangt ein Mikro, das er auch gleich bekommt. Dann will er nicht seine vorgefertigte Rede ablesen und beginnt, die Unabhängigkeit der Jury zu preisen. Alles schön, sehr sympathisch, Entwickler und Politik liegen sich weinend in den Armen. Hätte der gute Mann nicht gleichzeitig per Pressemitteilung verlauten lassen, man müsse die Vergabekriterien des Preises auf den Prüfstand stellen.

Wie die Reaktionen darauf ausfallen, lässt sich bei SpOn nachlesen, und auch der Wertung der Redakteure - siehe Überschrift des Artikels - kann ich zustimmen. Niemand wird “Crysis 2” einen pädagogischen Anspruch unterstellen wollen, aber wie kann man auf die krude Idee kommen, ein Spiel ohne Jugendfreigabe könne nicht kulturell wertvoll sein?

Aber das alles geht am eigentlichen Problem vobei.

Und das ist, dass jemand wie Bernd Neumann und ein riesengroßer Mario nicht zusammengehören.

Ich kam gestern Abend zum Veranstaltungsort. Draußen wurde Streetart gesprayt, drinnen musste ich an diversen Cosplayern vorbei und mich an einem bemitleidenswerten Studenten in einem riesigen Mario-Kostüm vorbeiquetschen. Der Dresscode des Publikums ist querbeet von over- bis underdressed.

Und dann kommt Bernd Neumann, dieser ältere, distinguierte Herr, der von dieser ganzen Welt nicht weiter weg sein könnte, und der muss sich Filmclips anschauen, deren Anspielungen er sicher nicht versteht.

Gut, könnten wir also das nerdige Rahmenprogramm weglassen, machen alles etwas ernster. Tja. Ändert nichts an den Spielen selbst. Im Gegenteil wäre dann der Kontrast zu den Spielen selbst NOCH größer als es schon der Fall ist. Feierliche Stimmung? Kaum möglich. Machen wir uns nichts vor: So etwas wie Glamour KÖNNEN Computerspiele gar nicht verströmen.

Oder doch?

Dann kommt Smudo. Als er ein Bild von sich als Statist in “Wing Commander V” zeigt und beginnt, “Portal” aus dem Gedächtnis zu zitieren - das ist der Moment, in dem alles zusammenpasst. Da steht jemand, der weiß, wovon er redet, dem man seine Begeisterung abkauft. Jemand, der dieses Medium liebt.

Wir brauchen bei diesem Preis keine hampelnden Maskottchen.

Wir brauchen auch keinen pädagogischen Mehrwert.

Wir brauchen mehr Smudos.

Apr 27, 20121 note
Apr 23, 2012
Warum schreibst du so lange Texte?

Wie Mark Twain sagte: Weil ich keine Zeit habe, mich kurz zu fassen.

Apr 15, 2012
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Apr 11, 2012
Hackerethik 0.2

Ich bin schizophren
Wenn ich lese, dass die Piratenpartei in den Umfragen sogar die Grünen überholt, mache ich innerlich die Stefan-Kuntz-Säge. Schön, wie der verkrustete Politbetrieb aufgebrochen wird, wie diejenigen aufgescheucht werden, die es sich in ihren Nischen bequem gemacht haben.
Als technikaffiner Angehöriger der Generation C64 falle ich eigentlich ins Schema der älteren Piratenpartei-Wähler.
Eigentlich.

Als freier Autor tue ich mir nach wie vor schwer, ein Kreuzchen bei den Piraten zu machen. Und das hängt natürlich mit der ganzen Urheberrechtsdebatte zusammen, die ich letzte Woche aufgearbeitet habe.
Wie gesagt – ich bin schizophren. Denn andererseits möchte ich, dass auch der verkrustete Verlagsbetrieb aufgebrochen wird, dass der Musikbranche in den Hintern getreten wird, dass sich Verfügbarkeit und Distribution von Medienerzeugnissen etwas ändert und der Markt modernisiert (sprich: digitalisiert) wird.
“Dann lies doch mal bei uns Piraten nach!”, wird mir dann gern geraten. “Oder rede mit uns, wir erklären dir alles!”
Gern doch. Deswegen haben wir hier bei “Weißes Rauschen” einen Gastbeitrag veröffentlicht.

Schlüsselworte
Wie bei vielen anderen Beiträgen aus Richtung der Piraten stolpere ich über bestimmte Begriffe und Formulierungen.
“Prosument” ist so einer. Das Kunstwort soll “eine harte Grenze zwischen Konsument und Produzent” vermeiden. Nun ist bei der überwältigenden Mehrheit der Leute diese Grenze, nun, SEHR hart. Mir scheint, dass damit engagierte Konsumenten idealisiert werden – diejenigen, die besonders laut für “ihre” Band, “ihren” Film, “ihre” Bücher eintreten. Aber nicht alle derjenigen erstellen gleich Mashups oder Remixe, in welchem Medium auch immer. Gibt es den “Prosumenten” denn wirklich oder ist er nur ein Yeti? Jemand, der fröhlich aus dem Erbe der Weltkultur schöpft, etwas daraus formt und es selbstlos in die Öffentlichkeit zurückwirft? Wenn es ihn gibt – was macht er im wahren Leben? Und sind viele nicht einfach nur Trittbrettfahrer, die etwas ausschlachten, was andere erdacht und aufgebaut haben. Nein, not everything is a remix. Ich mag noch akzeptieren, dass die DJ-Kultur darauf aufbaut, aber Werke müssen nicht “in den öffentlichen Raum” zurückgeführt werden, wie die Piraten auf ihrer Homepage schreiben. Kreative sind keine Geiselnehmer, die ihren Werken psychischen Schaden zufügen.

Das wiederum hängt mit dem Stichwort Schutzfristen zusammen. Nehmen wir die vorgeschlagenen 10 Jahre. Nur: Wie oft passiert es, dass eine Band oder ein Autor erst nach Jahrzehnten des Abmühens wirklich erfolgreich werden? Heißt das, dass sie nur für die letzten 10 Jahre ihres Schaffens bezahlt werden? Und niemand kann verhindern, dass dann ein 12 Jahre altes Buch, ein 15 Jahre alter Film oder 11 Jahre altes Album kursiert, sei es frei in den Tauschbörsen oder schlimmstenfalls als kommerzielles Angebot von Dritten und dabei völlig legal? Genau das ist die Horrorvorstellung jedes Kreativen, denn viele von denen leben davon (und in der vagen Hoffnung), dass es irgendwann KLICK macht und das Lebenswerk tatsächlich ihre Lebensgrundlage darstellt.

[Update 12.4.12 - Ich wurde zurecht darauf hingewiesen, dass 10 Jahre nach dem Tod des Urhebers im Gespräch sind. Das klingt etwas besser, aber mir ist nicht ganz klar, wie das bei Gemeinschaftswerken wie Musik oder Film unzusetzen ist.]

Joss Stone findet Filesharing toll? Super! Sie ist ja auch nur ein Weltstar, der schon einen Berg CDs verkauft hat und vor Abertausenden Konzerte spielt. Ob ein Musiker, dessen CDs sich im zweistelligen Bereich verkaufen und der 30 Leute zu Konzerten anlockt, aber in Tauschbörsen ein Vielfaches davon als Download angezeigt bekommt, das genauso sieht? Ich weiß – das soll also eine Kulturflatrate auffangen. In meinen Augen ist sie die größte Selbsttäuschung der Piraten. Eine Kulturflatrate würde bedeuten:
- Endloser Streit, wie viel jeder Bürger einzuzahlen hat.
- Endloser Kampf, wer wie viel vom Kuchen abbekommt.
Ist ein Album mehr wert als ein Buch, weil mehr Leute dran arbeiten und mehr Technik für die Herstellung angeschafft werden muss? Gehen wir bei Autoren nach Seitenzahl, Anzahl der Werke, Alter oder eine Mischung aus allem? Nein – eine Kulturflatrate hätte nur zur Folge, dass alle das Gefühl haben, zu kurz zu kommen, immer. Man muss kein radikal Marktliberaler sein, um anzuerkennen, dass ein offener Verkauf das fairste und transparenteste Mittel ist, um Künstlern Geld zufließen zu lassen. Verlage haben dabei zwei Kernfunktionen, nämlich die qualitative Filterung und die Finanzierung eines Projekts. Man muss ihnen nicht automatisch Boshaftigkeit und Habgier unterstellen. Nun sollen ja Verlage nicht mehr nötig sein durch …
“Kickstarter” und andere Portale: Da haben wir Leuchtturm-Projekte, die exzellent laufen, und viele, die überhaupt nicht zustande kommen. Zwei Probleme: Wie man aktuell bei “Double Fine Adventure” und “Wasteland 2″ sieht, ist Kickstarter eine tolle Möglichkeit für Leute, die eh schon bekannt sind, ihr Projekt zu finanzieren. Moment, heißt es, da sind doch auch die unbekannten, kleinen Sachen, die sich durchgesetzt haben! Schön. Aber wir müssen weiterdenken. Wenn Crowdsourcing Kreise zieht, wird man sich kaum noch davor retten können. Massig Projekte werben dann um Aufmerksamkeit und Geld, und, siehe oben, nicht jeder Konsument will “Prosument” sein und lange evaluieren, was ihn in einem halben Jahr interessieren könnte. Abgesehen davon nimmt Crowdsourcing einem Künstler jeder Art ein wenig Würde, weil er öffentlichen hausieren gehen muss – und paradoxerweise verliert man dadurch auch Freiheit, weil man für Vaporware schon eine Community aufbaut, die man auch schnell vergrätzen kann, wenn sich ein Projekt nicht wie versprochen entwickelt.
Flattr: Hat das gleiche Problem wie Kickstarter. Für Nicht-Netzaffine ist die Einstiegshürde mit Registrierung schon mal sehr hoch, zum anderen wird es mal hier genutzt, dort aber nicht. Flattr ist wie Organspende – nur die wirklich engagierten Leute machen es freiwillig … bis der Staat sagt, dass es Pflicht wird.

Aber noch mal – ich bin schizophren. Vielen Punkten, die die Piraten in diese Diskussion einbringen, kann ich vorbehaltlos zustimmen:

- Ich möchte Verwerter durchrütteln, wenn sie es wieder mal nicht hinbekommen, ihre Erzeugnisse zeitnah global zu veröffentlichen.
- Ich bin stinksauer, wenn ein Film, ein Buch oder eine CD “out of print” sind. Sind wir denn im 20. Jahrhundert?
- Wenn wegen der Rechteverwertungsübertragungshölle ein Medienerzeugnis irgendwo im Limbo hängt, ist das für alle Beteiligten mehr als ärgerlich.
- Mir wird auf der DVD-Hülle eine “Digital Copy” versprochen, aber dafür muss ich mich erstmal registrieren und einen Codec runterladen und darf nur eine bestimmte Abspielsoftware nutzen, die ich nicht will. Danke auch.
Aber ich glaube nicht, dass die aktuell vorgetragenen Vorschläge helfen, die Medienlandschaft zu verbessern.
Warum?

Das Kernproblem
“Die Hackerethik bezeichnet eine Sammlung ethischer Werte, die für die Hackerkultur ausschlaggebend sein sollen. Für diese Ethik gibt es mittlerweile verschiedene Definitionen, zentrale Werte in den verschiedenen Aufstellungen sind Freiheit, Kooperation, freiwillige und selbstgewählte Arbeit sowie Teilen.” (Wikipedia)
Es gibt aber keine Hackerethik für Medienerzeugnisse, und die Ethik ist auf die Medienlandschaft nicht einfach übertragbar.
Genau diese Übertragung möchte die Piratenpartei forcieren – und wundert sich, wenn Formulierungen wie “Rückführung in den öffentlichen Raum” bei den Medienschaffenden nicht auf Gegenliebe stoßen. In deren Ohren klingen solche Worte wie Hohn. Und umgekehrt kann oder will die Piratenpartei nicht nachvollziehen, dass Kreative nicht automatisch für den öffentlichen Raum schaffen wollen, selbst wenn sie ihre Inspiration dort rausziehen (blöde gefragt: woher sonst?).
Die Hackerethik ist gut und wichtig. Software-Patente sind ein Hemmschuh für den Fortschritt. Frei verfügbare Information ist die Basis unserer Demokratie, und sie gehört mit aller Macht verteidigt.
Aber nicht an dieser Front.

Was ich der “Contentindustrie” rate:
- Sorgt dafür, dass eure Erzeugnisse in allen digitalen Märktern verfügbar sind.
- Experimentiert mit der Preisgestaltung – und damit, etwas ohne DRM zu verkaufen.
- Lasst die Abmahnerei sein.

Was ich der Piratenpartei rate:
- Gründet eine Gruppe “Kreative bei den Piraten”. Und schaut dann, wie viele von denen tatsächlich von ihrer Kreativität leben und wer es nur als Hobby betreibt. Schmeißt Letztere aus der Gruppe raus.
- Streicht das Wort “Urheberrecht” aus allen euren Statements. Schreibt “Nutzungsrecht”. Copy/paste.
- Versteift euch nicht auf Kulturflatrate, Crowdsourcing und Flattr und akzeptiert, dass Medien ein Markt sind, der nach Marktgesetzen zu behandeln ist.

Vor 10 Jahren ist der Frankfurter Kabarettist Matthias Beltz gestorben. Ich hätte zu gern erlebt, was er über die Piratenpartei gesagt hätte. Aber zum Glück sind seine Sätze zeitlos. Wie dieser:

“Ich sage nichts dagegen, dass Politiker korrupt sind und verlogen und eigennützig. So verlangt es die Kunst des Regierens seit ewigen Zeiten. Aber es muss auch regiert werden und nicht gejammert.”

(Gespiegelt von weissesrauschen.eu)

Apr 11, 2012
Weißes Rauschen → weissesrauschen.eu

Hinweis in quasi-eigener Sache: Seit kurzem ist das Gemeinschaftsblog “Weißes Rauschen” online. Der Schwerpunkt liegt auf Politik, der Tonfall ist vielseitig. Aktuell findet man dort einiges über die Piratenpartei (inklusive Gastbeitrag), etwas übers Tanzverbot, über die FDP und über die Behauptung, Star Wars mache schwul.

Apr 10, 2012
Das Urheberrechtsdiskussionslexikon

Das Problem an der Diskussion ist, dass alle, die sich einbringen, in alternativen Universen leben.

Die Sicht vieler Piraten

Contentmafia, die:
Böse Menschen, die etwas der Öffentlichkeit vorenthalten, das eigentlich dieser gehört, und die sich erdreisten, mit Kulturgut Geld verdienen zu wollen. Gleichzusetzen mit Geiselnehmern.

Eigentum, geistiges, das:
Eine veraltete Vorstellung, dass jemand etwas Kraft seiner Gedanken herstellen kann und es ihm dann gehört – auch wenn es in eine konrete Form gegossen wird, z.B. Buch, Film, Musik.

Flattr:
Eine einfache Möglichkeit, von allen Menschen auf diesem Planeten kleine Summen Geld zu bekommen. Etwas, das jeder kennt und alle auch exzessiv nutzen.

Internet, das:
Etwas, das gleichberechtigt mit der Menschenwürde ist.

Kreative, die:
Mittel zum Zweck, um überhaupt Kultur real werden zu lassen. Jammern dauernd.

Kulturflatrate, die:
Der Heilige Gral des Kulturschaffens und mehr als adäquater Ersatz des klassischen Urheberrechts. Wird die Kulturflatrate eingeführt, können über nacht alle von ihrer Kultur leben und die -> Contentmafia gehört der Vergangenheit an.

Netzgemeinde, die:
Ein diffamierender Kampfbegriff der -> Contentmafia.

Tauschbörse, die:
Ein Hort der Demokratie,  der Meinungsfreiheit, der Vielfalt. Etwas, das unbedingt verteidigt werden muss.

  
Die Sicht vieler Verwerter

Contentmafia, die:
Ein diffamierender Kampfbegriff der -> Netzgemeinde.

Eigentum, geistiges, das:
Ein Hort der Demokratie,  der Meinungsfreiheit, der Vielfalt. Etwas, das unbedingt verteidigt werden muss. Allerdings nur, solange mit den -> Kreativen auch Buy-out-Verträge geschlossen wurden.

Flattr:
Wer?

Internet, das:
Eine gewaltige Anlage aus Röhren, in denen Disketten mit gestohlenen Sachen verschickt werden.

Kreative, die:
Mittel zum Zweck, um überhaupt Kultur verkaufen zu können. Jammern dauernd.

Kulturflatrate, die:
Ein babylonischer Schöpfungsmythos, der von Wissenschaftlern widerlegt wurde.

Netzgemeinde, die:
Eine amorphe Masse zwielichtiger Gestalten, die jederzeit zu Diebstahl, Überfällen und Vergewaltigungen bereit ist.

Tauschbörse, die:
Dort sind böse Menschen, die etwas stehlen, was eigentlich den Verwertern gehört, und die sich erdreisten, mit Kulturgut kein Geld verdienen zu wollen. Gleichzusetzen mit Raubrittern.

 
Die Sicht vieler Kreativer

Contentmafia, die:
Mittel zum Zweck, um überhaupt ihre Kultur verkauft zu bekommen. Jammert dauernd.

Eigentum, geistiges, das:
Etwas, das gleichberechtigt mit der Menschenwürde ist.

Flattr:
Ein Button, der hier und da im Internet auftaucht, meist neben Twitter- und Facebook-Buttons. Muss also auch so ein soziales Netzwerk sein. Nutzt niemand.

Internet, das:
Etwas, wo man Bücher kaufen kann, ohne extra in die Stadt gehen zu müssen, und wo man mit anderen Urhebern im Chor fluchen kann, dass alles nicht mehr so ist wie früher.

Kreative, die:
Ein diffamierender Kampfbegriff der -> Netzgemeinde. Oder der -> Contentindustrie. Gelegentlich auch stolzes Selbstverständnis.

Kulturflatrate, die:
So was wie ein DSL-Anschluss. Aber wohl für Bücher. Wie soll das denn funktionieren?

Netzgemeinde, die:
Alle im Internet außer den Kreativen.

Tauschbörse, die:
Eine einfache Möglichkeit, von allen Menschen auf diesem Planeten Kulturgüter zu stehlen. Etwas, das jeder kennt und alle auch exzessiv nutzen.

Apr 5, 2012
Schläfst du nachts in der Besteckschublade?

Namensforscher sind sich noch uneins, ob wir wirklich Besteckhersteller waren. Wahrscheinlicher ist dieser Zusammenhang: “Das Löffler-Syndrom ist eine allergische Entzündung von Herz (Löffler-Endokarditis), ZNS, Haut, Lunge, Augen und / oder des Gastrointestinaltraktes mit eosinophiler Infiltration und ausgeprägterEosinophilie des Blutes.”

Apr 4, 2012
Warum magst du keine doofen Fragen?

Die überlasse ich den Profis: http://www.stupidquestionsanswered.com/

Apr 4, 2012
Du bist also ein Trauriger und Verbitterter?

Kommt auf die Tagesform an. Und die hängt oft damit zusammen, ob mir doofe Fragen gestellt werden.

Apr 3, 2012
Warum bist du so ein Lustiger?

Bin ich gar nicht. Mit meinem Humor überspiele ich die Unmenschlichkeit, die ich Tag für Tag in der Spielebranche erdulden muss. Eine Branche, die das zarte Pflänzchen der Autorenkreativität nicht nur erstickt, sondern mit der Wurzel ausreißt, vierteilt und in allen Weltmeeren verstreut. Eine Branche, die Niveau mit In-App-Purchases zu kompensieren versucht. Die jungen Leuten sagt: Hier könnt ihr euch selbst verwirklichen. Doch dann werden ihre Projekte in die Tonne getreten, unmenschliche Arbeitszeiten bis jenseits von 16 Uhr verlangt und manchmal geht sogar der Kaffee zur Neige. Die Spanische Inquisition würde heutzutage die Delinquenten zu Game Designern ausbilden lassen.

Apr 1, 2012
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